Fragen an an Susanna Kindler, Vice-President der aeris-Impulsmöbel GmbH & Co. KG
Susanne Kindler ist bei der aeris-Impulsmöbel GmbH & Co. KG zuständig für die Leitung im Marketing Bereich und für den Vertrieb. Seit November 2004 ist sie die prägende Kraft für die kreative und junge Aktiv-Stuhl Schmiede aus München. Susanne Kinder wurde in New York geboren und hat bereits internationale Erfahrungen als Marketing- und Markenmanagerin. Sie wirkt nicht nur im Marketingbereich, im Bereich der Human Resources Maßstäbe und im Vertrieb mit, sondern auch in den Bereichen Mitarbeiterbindung-und führung, Unternehmenskultur, im Gesundheitsmanagement und beim Arbeitsklima. Auch bei dem weltweiten Erfolg der Aktiv-Sitzmöbel wie swoopster, swooper und muvman hat Susanna Kindler aktiv mitgewirkt, zu denen Sie weitere Informationen hier finden. Im folgenden beantwortet Susanna Kindler die wichtigsten Aspekte rund um das Unternehmen, die Produkte und der Firmenphilosophie.
Susanna Kinder zum Bereich Ergonomie:
Eigentlich gehört das Thema Ergonomie heute zu den Selbstverständlichkeiten im Bürobereich. Da bleibt meist nur wenig Platz für erfolgreiche Innovationen. Doch Frau Kindler sieht das etwas anders. Sie ist der Meinung, dass die Interpretation vom Begriff “Ergonomie” sehr schwierig ist. Unter Ergonomie wird allgemein die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit, bezüglich menschlicher Arbeit definiert. Das Ziel der Ergonomie besteht somit darin, dass Arbeitsbedingungen für den Menschen optimiert werden, so dass optimale Ergebnisse im Arbeitsprozess entstehen und die Menschen gleichzeitig nicht geschädigt werden. Doch die Umsetzung im Bereich der bereits entstanden Produkte ist aus Sicht von Susanna Kindler eher fragwürdig. Das hat zum einen den Grund, dass immer noch veraltete Normen genutzt werden. So soll der menschliche Körper beispielsweise im Sitzwinkel von 90 Grad sitzen. Außerdem sollen Lehnen, Stützen oder Rollen vorhanden sein. Der menschliche Körper kann generell jedoch nicht in irgendwelche Normen gepresst werden, weder im Bereich der Bewegungs- und Verhaltensmuster, noch im Bereich des Körperbaus. Im Vordergrund sollte die Individualität stehen. Demnach kommt Susanna Kindler zu dem Fazit, dass Produkte, die sich hauptsächlich an bestimmte Normen orientieren, eher kontraproduktiv sind. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Begriff “ergonomisch”. Denn dieser Begriff ist nicht geschützt. Somit kann jeder noch so einfach strukturierte Discounter-Bürostuhl, bis hin zum teuren Design-Modell den Begriff “ergonomisch” nutzen. Vergleichbar ist diese Handhabung mit vielen Wellnesshotels. Denn dort wird schnell der Begriff Wellnessbereich genutzt, auch wenn die Realität nicht viel mit dem Begriff gemeinsam hat. Aus diesen Gründen ist der Begriff Ergonomie nur selbstverständlich, der Einsatz von Produkten mit gesundheitsfördernden und menschenwürdigen Eigenschaften leider nicht. Demnach bleibt ein sehr großes Feld für innovative, ergonomische Produkte für das Büro.


September 26th, 2012
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